Skip to main navigation Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer
Archiv - Details

Wie klingt Oscar Wilde?

Das „duosono“ spielt „Klingende Geschichten“ in der Wendelinskapelle

Am Sonntag, den 26. Februar gibt es in Butzbachs stimmungsvollem „Musentempel“, der Wendelinskapelle, ein Alternativprogramm zum Faschingsgeschehen: Nora Niggeling, Viola und Joachim Wagenhäuser, Klavier spielen und moderieren als „duosono“ um 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit „klingenden Geschichten“ aus verschiedenen Jahrhunderten.

Titelgeber der Veranstaltung  ist ein Märchen von Oscar Wilde: „Der Geburtstag der Infantin“. Es handelt von einem missgestalteten, gleichwohl herzensguten Spaßmacher, der sich in die Prinzessin am spanischen Königshof verliebt. Die Geschichte endet tragisch. Wilde, irischer Schriftsteller der „Fin de siècle“-Epoche, beschreibt eine Begebenheit  am strengen und kargen spanischen Königshof ungefähr zu der Zeit, als Velasquez Las Meninas malte. Der zeitgenössische, in Finnland lebende Komponist Klaus Wiede erzählt die Geschichte neu mit einer Abfolge von verschiedenen Tanzformen aus der Handlungszeit und unserem Empfinden näher liegenden Epochen. Die Uraufführung des Werkes fand im Oktober 2016 durch das duosono in Blaubeuren statt.

Weitere musikalische Abenteuer und Episoden erwarten die Zuhörer vor allem aus dem südeuropäischen Raum: so „singt“  der französische Komponist und Geiger Jean-Marie Leclair eine Aria, Marin Marais entführt an den Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV, Ottorino Respighi „erzählt“ ergreifend romantisch aus der Zeit des 16. Jahrhunderts.

Die spanischen Romantiker Isaac Albeniz und Enrique Granados sind mit dabei, und George Bizets „Carmen“ darf natürlich auch nicht fehlen.

Ernest Bloch widmet sich den jüdischen Traditionen und komponierte seine „Suite Hébraique“ in drei Sätzen. Die Suite kann man stilistisch zwischen Romantik und Impressionismus einordnen.

Der große deutsche Romantiker  Johannes Brahms gibt zwei seiner „Ungarischen Tänze“ zum Besten, während der Italiener Vittorio Monti ebenfalls in ungarischen Gefilden wildert und mit seinem „Csardas“ einen virtuosen „Riesenhit“ landete. Dieses Werk bildet auch den wirkungsvollen Abschluss des Konzertes.

Als kleine Besonderheit präsentiert das Duo seine neue CD mit dem Titel „Die Liebe hat bunte Flügel“, auf der auch einige der Konzertbeiträge zu hören sind.

Die Bratschistin Nora Niggeling war Mitgründerin des renommierten Mandelring-Streichquartetts und hat mit diesem einige internationale Wettbewerbe gewonnen. Sie konzertiert freiberuflich in diversen Symphonieorchestern und Kammermusikensembles und begleitet Musiker im Sinne der Dispokinesis, einer Körperarbeit für Musiker. Mit dem Butzbacher Pianisten Joachim Wagenhäuser arbeitet sie seit mittlerweile über 20 Jahren im duosono zusammen. Wagenhäuser ist Fachbereichsleiter an der Butzbacher Musikschule und bietet außerdem Klavier-Urlaubskurse für erwachsene Anfänger und Wiedereinsteiger an.

Die Musikschule öffnet die Pforten der Kapelle um 17.30 Uhr, das Konzert beginnt um 18.00 Uhr. Eintrittspreis an der Abendkasse: 7,50 Euro, Schüler und Studenten erhalten ermäßigten Eintritt zu je 3,- Euro. Schüler der Musikschule Butzbach erhalten bis zum Alter von 18 Jahren freien Eintritt.