Skip to main navigation Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer
News - Details

Bericht Künstlerkonzert mit Saxism der Musikschule Butzbach

Vier Saxofonisten, fünfstimmige Akkorde und sechs Saxofone plus Klavier und Gesang, so vielfältig war das Künstlerkonzert der Musikschule Butzbach mit dem Saxofonquartett Saxism in der Wendelinskapelle. Vorweg: Es war sehr gut besucht, die Kapelle also nahezu voll besetzt. Die Neugier auf das Programm mit Rock- und Popmusik, Soul and Funk also sehr groß. Gleich nach dem üblichen Anfangsstück, nämlich „Saxism“ von Lennie Niehaus, welches dem Quartett seinen Namen gab, wurde ein interessantes Arrangement der ersten „Boyband ever“, so die Ansage des Tenorsaxofonisten Alexander Fischers, nämlich „When I´m Sixty-Four“ der Beatles zu Gehör gebracht. Spannend waren hier die Breaks und die verschiedenen Wechsel der Tempi, welche das Stück zwar gut erkennen ließen, aber eine ganz neue Hörweise vermittelten. 

„September“ von Earth, Wind and Fire dann näher am Original und harmonisch mit Sept-Non-Akkorden, also eigentlich fünftönig auf vier Instrumenten. Wie das geht, das Rätsel wurde nicht aufgeklärt, aber Kenner wissen, dass dann in der Regel einfach die Quinte weggelassen wird, weil sie für die Bestimmung und den Klang des Akkordes der unbedeutendste Ton ist. Eine sich anschließende sehr einfühlsame Interpretation von „How Deep Is Your Love“ von den Bee Gees gespielt mit schmelzendem Klang ließ die Zuhörenden aufseufzen. 

Vor der Pause dann „Sir Duke“ von Stevie Wonder in einem Arrangement von Alexander Fischer, der hier selbst als Pianist in Erscheinung trat. Übrig blieben Martin Zörb am Sopransaxofon, Andreas Tröster am Altsaxofon und Bernd Niesner am Bariton, welche gekonnt sowohl die Melodie solistisch ausführten, als auch gemeinsam das tolle rhythmische unisono dieses Liedes.

Nach der Pause dann Stücke von Billy Joel, Michael Jackson und Queen. Gerade das letztgenannte, nämlich „Don´t Stop Me Now“, öffnete bei den Zuhörenden diverse Schleusen. Animierte doch die mitreißende Version zum Mitklatschen und –bewegen. Das ruhige „Hello“ von Lionel Richie dann wieder in der Besetzung Klavier und drei Saxofone. Einen tollen Sound kreierten erst Andreas Tröster auf seinem Altsaxofon bei der Melodie zu den Klavierklängen, dann Bernd Niesner auf dem Tenorsaxofon zu Einwürfen musikalischer Phrasen durch das Sopransaxofon von Martin Zörb, welcher teilweise auch zum Altsaxofon griff. Wie im Jazzclub erhielten die Soli dann auch Applaus während des Stückes. 

Das Ende vor den beiden gewünschten Zugaben bildete ein Aneinanderhängen von „I Feel Good“ von James Brown und „Happy“ von Pharrell Williams, letzteres wurde von Alexander Fischer gesungen. Mit gutem Gefühl gingen die Zuhörenden dann auch nach Hause.