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Audio-Querflötenprüfung der Musikschule Butzbach

Ausfallen lassen wollte die Musikschule Butzbach ihre Querflötenprüfung nicht, also hat sie den Schülern angeboten, dieses Jahr an einer Audio- und/oder Video-Flötenprüfung teilzunehmen. Wie alle Prüfungen der Musikschule ist auch diese freiwillig und es haben sich insgesamt sieben Schülerinnen und Schüler dazu angemeldet. Genau wie bei den Präsenzprüfungen, mussten je nach Prüfungsgrad verschiedene technische Übungen wie legato oder non-legato gespielte Tonleitern und Dreiklänge sowie Etüden gespielt werden. Zudem ein Werk, welches mit Klavier- oder Flötenbegleitung oder ganz ohne aufgenommen werden durfte.

So hatte sich Lena Pawliniarz für die Prüfungsstufe „Fink“ angemeldet und von Eugène Bozza „Reves d`Enfant“ solo gespielt. Von Sophia Gogol und Lara Markefski wurde „A tempo di Gavotta“ aus einer Sonate von Georg Friedrich Händel eingereicht. Beide haben in einer Zweiergruppe Unterricht und spielten somit zwar getrennt, aber mit Flötenbegleitung durch ihre Lehrerin Julia Schelter das gleiche Programm in der Prüfungsstufe „Star“.

Die Prüfungsstufen für die Fortgeschrittenen sind mit verschiedenen Begriffen der „Nachtigall“ verbunden. In der „Kleinen Nachtigall“ spielten Lena Fink solo „Das Fischermädchen“, ursprünglich von Franz Schubert, aber hier in einer Bearbeitung, ebenso wie Isabel Weinert solo das „Vivace“ aus der Sonate in F-Dur von Georg Philipp Telemann. Zur „Bronzenen Nachtigall“ sendete ebenfalls solo gespielt Jonathan Heisch das „Allegro moderato“ aus der Sonate g-moll von Johann Sebastian Bach ein. Mit der "Silbernen Nachtigall“ erreichte Kira Müller die vorletzte Stufe der musikschuleigenen Prüfung. Ihre besondere Etüde von Wil Offermans enthielt zahlreiche Spielweisen der Neuen Musik und umfasste somit ein besonderes Gebiet der höheren Prüfungsstufen. Zudem spielte sie das „Concertino“ von Cecile Chaminade mit Klavierbegleitung. Ihre Lehrerin Bettina Hommen-Elsner hat für sie sicher schon die letzte Prüfung – die „Goldene Nachtigall“ -  im Blick, von denen es bisher nur zwei gegeben hat welche dann in einem öffentlichen Konzert stattfindet.

Wie prüft man nun diese vielen eingegangenen Beiträge? Die beiden genannten Querflötenlehrerinnen haben sie in einen geschützten Dropbox-Bereich der Musikschule eingestellt, in welchen außer ihnen beiden nur noch die Schulleiterin Marion Adloff Zugang hatte. Diese drei Jurymitglieder hörten sich alles getrennt an und tauschten sich anschließend untereinander aus. Der Vorteil einer solchen Prüfung ist es, dass man mehrmals hinhören oder auch bestimmte Stellen zum Prüfen heraussuchen kann. Alle kamen zu dem Ergebnis, dass jeder einzelne Teilnehmer bestanden hatte und so bekamen sie diesmal durch die Hand der eigenen Lehrkraft die verdienten Urkunden.